1 Galrajas

Je Nachdem Beispiel Essay

Zehn bis 16, je nachdem welche Waffe.

Hold between ten and 16, depending on the gun.

Die vorstehend genannten Verfahren können je nachdem, ob der Antragsteller öffentliche Kommunikationsnetze bereitstellt oder nicht, unterschiedlich sein.

The abovementioned procedures can differ depending on whether the applicant is providing public communications networks or not.

Download-Skripten könnten dann unterschiedlich vorgehen, je nachdem ob die zu synchronisierende Publikation PriorityPub oder AllTablesPub ist.

Download scripts could then behave differently based on whether the publication being synchronized is PriorityPub or AllTablesPub.

Es ist wichtig, dass Sie Status-E-Mails in regelmäßigen, Ihrem Konto entsprechenden Abständen erhalten, je nachdem, wie häufig Sie Erkennungsinformationen überprüfen müssen.

It is important to receive status emails at regular intervals that are appropriate for your account, based on the frequency with which you need to review detection information.

Und je nachdem, was passiert, kann ich Dinge verändern.

And depending upon what happens, I change things.

Dadurch wird die Linie verlängert oder gekürzt, je nachdem, welche Punkte Sie angeben.

This lengthens or shortens the line depending upon the points you enter.

Es stehen verschiedene Zeichnungsoptionen zur Verfügung, je nachdem, ob Sie mit Anpassungs- oder Kontrollscheitelpunkten arbeiten.

There are different drawing options available depending on whether you use fit points or control vertices.

Man kann dabei unterschiedliche Aktionen einstellen, je nachdem ob das Fenster aktiv ist oder nicht.

Notice that you can have different actions associated with the same click depending on whether the window is active or not.

Allerdings kann es auch kürzer oder länger brauchen je nachdem wie kompliziert das Passwort ist.

However, depending on how complicated the password is, more or less time will be taken to recuperate it.

Die einzelnen Schritte können variieren, je nachdem, was Sie entwerfen möchten.

Steps may vary depending on your design intent.

Installationszeichnug: Öffnet Inventor oder AutoCAD, je nachdem, welche Anwendung zuletzt geladen wurde.

Installation Drawing - Launches Inventor or AutoCAD depending on which application was last loaded.

Wechselt zwischen Schließen und Öffnen, je nachdem, ob der ausgewählte Spline geschlossen ist oder nicht.

Switches between Close and Open, depending on whether the selected spline is closed.

NeuroBloc wird in Ihre Hals- und/oder Schultermuskulatur injiziert, je nachdem, welche Muskeln Probleme bereiten.

NeuroBloc will be injected into your neck and/ or shoulder muscles, depending on which ones are causing the problem.

So sollen unterschiedliche Legislativverfahren gelten, je nachdem ob diese Daten innerhalb der Union verarbeitet oder an einen Drittstaat übermittelt werden.

Now, the legislative procedure that would apply would not be the same depending on whether these data were being processed within the European Union or sent to a third country.

Das Überschreiben hat unterschiedliche Auswirkungen, je nachdem, welches Sicherungsziel Sie angegeben haben.

Overwrite works differently depending on your backup location.

Dennoch wird die Kommission wahrscheinlich bald Änderungen vorschlagen, je nachdem, wie sich die Verhandlungen entwickeln.

Nevertheless, the Commission will probably soon propose amendments depending on how the negotiations develop.

Spotfarben: Variieren je nachdem, wie viele verwendet werden.

Spot colors: vary depending on how many are used.

Der Tablet PC reagiert unterschiedlich, je nachdem, mit welcher Hand Sie schreiben.

Your tablet computer responds differently depending on which hand you write with.

Klicken Sie je nachdem, was Sie sehen, auf Ändern/Entfernen.

Depending on what you see, click Change/Remove.

Die Orientierung der Rotation ändert sich je nachdem, welche Referenz ausgewählt ist.

Depending on the selected reference, the rotation orientation changes.

Wenn wir im Alltag von „Durchschnitt“ sprechen, geht es um Durchschnittlichkeit, um Normalität. Wir meinen, dass sich etwas im Mittelfeld befindet, weder gut noch schlecht ist – es ist eben durchschnittlich. Aber was genau ist eigentlich dieser Durchschnitt von dem wir reden?

In der Grundschule bin ich das erste Mal auf den Durchschnitt gestoßen. Wir haben eine Klassenarbeit geschrieben, es gab Noten. Damit wir wissen, wo wir mit unserer Leistung stehen, schrieb unsere Klassenlehrerin die Durchschnittsnote an die Tafel: 2,3. Von da an war es mein Ziel, immer besser zu sein als der Durchschnitt. Ich selbst halte mich mittlerweile für ziemlich durchschnittlich. Überdurchschnittliche Fähigkeiten habe ich nicht. Ich mache mir aber auch nicht so viele Gedanken über den Durchschnitt, denn ich bin ja in erster Linie ich selbst. Nur meine Leistungen, die sollen ein wenig über dem Durchschnitt liegen.

Heute begegnet der Durchschnitt mir hauptsächlich in Form von Statistiken und Zeitungsberichten: Durchschnittlich trinkt ein Deutscher 107 Liter Bier pro Jahr. Er isst fast 60 kg Fleisch, schaut täglich 222 Minuten Fernsehen. Der typische Deutsche ist 43,9 Jahre alt und mag den Kosenamen „Schatz“. So. Ich bin Vegetarier (ergo esse ich 0 kg Fleisch im Jahr), ich schaue genau einmal die Woche in die Röhre, wenn sonntags Tatort kommt und ich trinke lieber Wein als Bier. Auch bin ich erst 21, und wenn jemand „Schatz“ sagt, dann laufe ich schreiend davon. Dem Durchschnitt entspreche ich auf den ersten Blick also ganz und gar nicht. Wie kommt man also zu Durchschnittsaussagen – und wozu brauche ich sie, wenn sie in meinem Fall doch nicht stimmen?

Schritt 1: Zwei Blicke in die Literatur

Ich werfe einen Blick ins Lexikon, in den Brockhaus:

„Durchschnitt, Mittelwert (Vgl. Mittel).“ Aha. Dann versuche ich es doch mal unter dem Stichwort Mittel:

„Mittel, Mittelwert. Das arithmetische Mittel oder der Durchschnitt mehrerer Zahlen wird gefunden, wenn man ihre Summe durch ihre Anzahl teilt. Das geometrische Mittel findet man, wenn man aus dem Produkt der Zahlen die Wurzel zieht.“

Arithmetisches Mittel? Geometrisches Mittel? Ich erinnere mich dunkel an meine Statistikvorlesung im ersten Semester, sehr dunkel. Und ich erinnere mich auch daran, dass ich drei Kreuze gemacht habe, als die Klausur vorbei war. In Mathe bin ich definitiv unterdurchschnittlich, das gilt wohl auch für Statistik. Ich probiere es noch einmal in einem anderen Nachschlagewerk: Was sagt denn der Duden überhaupt zum Durchschnitt?

Der Durchschnitt gibt Aufschluss über den Durchschnitt – wenn auch nicht sehr verständlich. (Foto: Katrin Puvogel)

„Ein aus mehreren vergleichbaren Größen errechneter Mittelwert in Bezug auf Quantität oder Qualität. Mittelmaß als Bezugspunkt für eine Wertung. In der Fachsprache Querschnitt, in der Mathematik Durchschnittswert.

Synonyme sind: Mittelwert, mittlerer Wert; mittleres Maß, Norm, Regel; Mittelmäßigkeit; (oft abwertend) Mittelmaß; arithmetisches Mittel, Mittelwert.“

Hilfe! Statt auf eine Begriffserklärung stoße ich auch hier wieder nur auf mathematische und statistische Fachsimpelei. Ich sehe es ein, da muss Hilfe von außen her. Zeit, für einen Besuch bei meinem ehemaligen Statistikprofessor Walter Krämer. Immerhin hat er mich durch die Klausur gebracht, und schon einige – sogar für mich verständliche – Bücher verfasst.

 

Schritt 2: Zu Besuch beim Statistik-Professor

Professor Krämer publiziert viele seiner Entdeckungen und interessanten Anekdoten. Sein Lieblingsdurchschnitt ist das arithmetische Mittel. (Foto: Archiv)

Direkt am Anfang unseres Gespräches klärt er mich auf: „Das Durchschnitte durchschnittlich sind – das ist ein Irrtum!“ Wie jetzt? Der Durchschnitt ist nicht durchschnittlich? Was ist er denn dann? „Durchschnitte sind alles andere als simpel.“ Okay, das habe ich auch schon gemerkt. „Ein Durchschnitt kann sein, was am wenigsten weit von allen anderen Zahlen entfernt ist.“ Die Abweichungen sind also alle gleich groß. Stellt man sich ein Brett vor, auf dem ein Ziegelstein liegt, befindet sich der Ziegelstein eben an der Stelle, an der er das Brett ausbalancieren kann. Ein schönes Bild für das arithmetische Mittel, übrigens Walter Krämers Lieblingsdurchschnitt. „Er ist leicht auszurechnen, und man muss keine Wurzeln ziehen.“ Na immerhin etwas. Eine weitere Möglichkeit den Durchschnitt auszurechnen ist der Median: Die Werte werden der Größe nach geordnet, der Wert in der Mitte ist der Durchschnitt, klassisches Mittelmaß. Krämers Paradebeispiel: Orgelpfeifen. Für den Vorteil gegenüber dem arithmetischen Mittel hat er noch ein weiteres Beispiel: „Nehmen wir das mittlere Einkommen von Brunai. Einer, der König, hat alles. Und die anderen haben kaum etwas – mit dem arithmetischen Mittel passt das nicht.“ Der Medien hingegen lässt solche Ausreißer nach oben links lieben.

Arithmetisches Mittel und Median sind zwei Arten, einen Durchschnitt auszurechnen. Hab ich auch beide verstanden. Aber es gibt noch mehr: geometrisches Mittel, harmonisches Mittel, gewichtetes arithmetisches Mittel. Warum das Ganze? Reicht nicht ein Durchschnitt? Nein, denn es kommt auf die Frage an: Was will ich eigentlich mit dem Durchschnitt herausfinden? „Es ist wie mit der Kleiderwahl: Je nachdem wo man hingeht, zieht man etwas anderes an“, erklärt Walter Krämer. Dieser Vergleich erscheint mir jetzt doch etwas abstrakt. „Für jede Problemlösung gibt es ein Werkzeug“, sagt der Statistikprofessor, „entwickelt durch die spezifischen Bedingungen.“ Massentauglich ist der Durchschnitt nicht.

Schritt 3: Ein Anruf beim Statistischen Bundesamt

So richtig zufrieden bin ich nach dem Gespräch mit Walter Krämer nicht. Ein Durchschnitt, der nicht durchschnittlich ist und der nicht für die Masse taugt? Was habe ich davon? Woran soll ich mich denn orientieren? Während ich bei einer Tasse Tee grübele fällt mein Blick auf einen Zeitungsartikel in der Küche. Der Altersunterschied bei Paaren beträgt im Durchschnitt vier Jahre, berichtet das Statistische Bundesamt. Da frage ich doch mal nach, vielleicht können die mir weiterhelfen! Denn kaum einer rechnet so viele Durchschnitte aus, wie das Statistische Bundesamt. Pressesprecher Klaus Pötzsch erklärt mir bei einem Telefonat: „Durchschnitte sind nicht einfach zu durchschauen.“ Er lacht. Na, das beruhigt mich jetzt ungemein! Wenn das schon jemand sagt, der sich täglich mit dem Durchschnitt beschäftigt…

Der Durchschnitt ist laut Pötzsch ein anderes Wort für Mittelwert, im umgangssprachlichen Verständnis. Berechnet wird er wohl schon seit der Antike. „Es ist das Streben danach, zu verallgemeinern, eine unübersichtliche Masse einfach darzustellen.“ Wenn mich nicht alles täuscht, machen doch gerade erst die verschiedenen Durchschnitte die Sache so kompliziert. Aus meiner Sicht auf jeden Fall. Pötzsch sieht das anders: „Kompliziert wird es erst dann, wenn das arithmetische Mittel nicht mehr sinnvoll ist.“ Na gut. Wenigstens habe ich eine Antwort auf meine Frage: Durchschnitte dienen dem Vergleich, der Einordnung. Ob es die Durchschnittsgeschwindigkeit ist, das Einkommen – oder einfach meine Größe. (Mit 1,63 Metern bin ich etwas kleiner als die durchschnittliche deutsche Frau mit ihren 1,65 Metern.) Und weil es so viele verschiedene Dinge zu vergleichen gibt, gibt es auch nicht den einen Durchschnitt, sondern eben mehrere.

Meine Erkenntis: Gar nicht so einfach

Meine Suche nach dem Durchschnitt hat Früchte getragen. Einfach ist aber trotzdem etwas anderes. (Foto: Katrin Puvogel)

Ich weiß nun: Der Durchschnitt ist kompliziert. Kompliziert zu berechnen, um nachher Kompliziertes leicht und einfach darzustellen. Klingt doppelt kompliziert. Doch wenn man ihn richtig anwenden und berechnen kann, lassen sich eine Menge tolle Sachen mit dem Durchschnitt anfangen. Ohne ihn würde mir wahrscheinlich auch die Orientierung im Alltag fehlen. Ohne den Durchschnitt wüsste ich nicht, wo ich stehe im Leben. Und dass ich, ich selbst bin. Das wirft direkt schon wieder eine Frage bei mir auf: Warum vergleichen wir uns eigentlich ununterbrochen? Das kläre ich aber besser ein anderes Mal.


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